--- Aktualisierung folgt --- Aktualisierung folgt --- Aktualisierung folgt --- Aktualisierung folgt --- Aktualisierung folgt --- Aktualisierung folgt ---

 

...und was meint die aktuelle Presse ?

nach unten Qualm über den Ställen vom 09.01.2008 in der TA
nach unten Ferkelei vom 11.01.2008 in der TA
nach unten Anrüchige Angelegenheiten vom 12.05.2006 in der TA
nach unten Schweinepest bricht in NRW aus, Spiegel 03. März 2006
nach unten Nebulös vom 26.01.2006 in der TA, Arnstädter Teil
nach unten Protest gegen neue Mastanlage vom 02.05.2001 im AgriManager


Qualm über den Ställen vom 09.01.2008 in der TA

ALKERSLEBEN. Es war eine kurze Nacht für zahlreiche Feuerwehrleute aus der Region. Um 4.15 Uhr wurden sie alarmiert - auf dem Gelände der ehemaligen Milchviehanlage Alkersleben brannte ein großer Stapel Reifen. Ein Kraftfahrer hatte von der A 71 aus das Feuer gesehen und die Leitstelle informiert. Als die Marlishäuser Feuerwehr wenig später an den auf der Gemarkung Ettischleben stehenden Stallanlagen eintrifft, brennt ein etwa 60 Meter langer, 15 Meter breiter und drei Meter hoher Stapel alter Reifen lichterloh. Schwarzer Qualm zieht über das Gelände. Viel Arbeit für die Kameraden und wenig Wasser in der Nähe. So entscheidet sich Torsten Schmidt, Ortsbrandmeister im Wipfratal, nach dem Alarmplan auch die Wehren Arnstadt, Branchewinda und Hausen zu rufen. 31 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Mehrfach müssen die Tanklöschfahrzeuge neues Wasser holen, außerdem wird eine etwa 300 Meter lange Schlauchstrecke zu einer Zisterne verlegt. Gegen 6.55 Uhr ist der Brand zwar unter Kontrolle, aber Glutnester gibt es weiter. Um da heranzukommen, waten die Kameraden durch den Schaum. Später wird ein Bagger zu Hilfe geholt, um die Reifen auseinanderzuziehen. Sie wurden früher für das Abdecken der Silage genutzt. Nicht die einzige "Altlast", die Luc Poels übernommen hat. Seit drei Jahren Eigentümer, habe er bereits bergeweise Müll und Asbest entsorgen lassen, erklärte er gegenüber TA vor Ort. Es brannte nicht das erste Mal auf dem Gelände, das heruntergekommen wirkt, aber ordentlich umzäunt ist. Hier will Landwirt Poels eine Schweinezuchtanlage einrichten, gegen die seit Monaten Bürgerinitiativen und Gemeinderäte aus der Region Sturm laufen, weil sie insbesondere Geruchsbelästigungen durch den Transport und das Ausbringen von großen Mengen Gülle fürchten. Die Kriminalpolizei Gotha nahm am Vormittag die Ermittlungen zur Brandursache auf. Sie vermutet Brandstiftung. Eine Selbstentzündung sei eher unwahrscheinlich, meinte ein Beamter. Zur Schadenshöhe konnten gestern noch keine Angaben gemacht werden. Gegen 13 Uhr war der Einsatz auch für die Marlishäuser Wehr beendet.

nach obenzurück


Ferkelei

Bürgerrunde in Wechmar

WECHMAR / MÜHLBERG. Der von einem holländischen Investor geplante Bau einer Schweinezuchtanlage bei Alkersleben und die Tatsache, dass bei deren Genehmigung ein Großteil der Gülle auf Feldern rund um Mühlberg und Grabsleben landen würde, war Gesprächsthema einer Bürgerrunde in Wechmar. Ein extra gecharteter Bus fuhr viele Mühlberger nach Wechmar, dort hatte Bürgermeister Frank Ritter den Gemeindesaal für die Gesprächsrunde zur Verfügung gestellt. Geladen hatte die Bürgerinitiative "Land und Leben entlang der Wipfra" mit der Ettischlebener Bürgermeisterin Heike Thorwart an der Spitze, die seit Monaten gegen die im Ilm-Kreis geplante Schweinzuchtanlage mobil macht. Pläne, eine Milchviehanlage aus DDR-Zeiten bei Alkersleben im Ilm-Kreis zu einer Schweinemastfabrik umzubauen, waren vor sechs Jahren vom Landesverwaltungsamt nicht genehmigt worden. Bis vor zwei Jahren war Ruhe, dann tauchte ein neuer Investor auf: Der Holländer Luc Poels, mit mehreren Investunternehmen in Rippershausen bei Meiningen ansässig, legte Pläne für eine Schweinezuchtanlage vor, in der 22 000 Tiere in Kastenställen untergebracht werden sollen. Poels will pro Jahr 114 000 Ferkel "produzieren". Da er um Alkersleben keine eigenen Felder bestellt, auf denen er die anfallende Gülle ausbringen könnte, und der Bau einer Biogasanlage vermutlich aus wirtschaftlichen Erwägungen für ihn nicht in Frage kommt, musste er Partner finden, die die Gülle abnehmen. An fehlenden Verträgen würde das Genehmigungsverfahren scheitern. Seitdem bekannt ist, dass in der Mühlberger und Grabslebener Region künftig ein Großteil der 36,4 Millionen Liter pro Jahr anfallenden Gülle auf die Felder kommen soll, bangen etliche Einwohner um ihre Lebensqualität, sehen sich Lärm durch die Transporte und Gestank ausgesetzt, sie befürchten einen Wertverfall ihrer Häuser. Aus den Antragsunterlagen für die Anlage geht hervor, dass an 100 Tagen im Jahr mit Gülletransporten zu rechnen ist - jeweils etwa 37 Lkw-Fahrten an diesen Tagen. Dass Straßen damit stärker belastet werden, ist nur ein Argument derer, die strikt gegen diese Anlage sind. Zur Gesprächsrunde in Wechmar gekommen war auch Mühlbergs Bürgermeister Karsten Ullrich, obwohl er in seinem Dorf kein Bedarf für eine Informationsveranstaltung gesehen hatte. Seine Strategie - das Schweigen, das er auch gern mal Mühlberger Gemeinderäten auferlegt - ging zumindest an diesem Abend nicht auf. Er wurde von einem Wechmarer aufgefordert, sich persönlich zu diesem Projekt erklären. Dass Agrarunternehmen die Abnahme von Gülle aus der geplanten Schweinezucht in Alkersleben bereits vertraglich geregelt haben, sei ihm bisher nicht bekannt gewesen. Er habe erst aus der Zeitung davon erfahren, so Ullrich. Gemeinderat Herbert Seifert sieht das anders. Bereits im Oktober 2007 war in einer Sitzung die Rede davon. Während die Bürgermeister von Egstedt, Bischleben, Alkersleben und Ettischleben an diesem Abend CDU-Landtagsabgeordnetem Klaus von der Krone Unterschriften von 2000 gegen die Massentierhaltung protestierenden Menschen überreichten und selbst ihre ablehnende Haltung bekundeten, hat Karsten Ullrich offenbar kein Problem mit Güllegeschäften. Inwieweit er sich mit seinem eigenen Unternehmen, der Bio-Recycling GmbH, möglicherweise Aufträge für Gülletransporte erwartet, darüber wird in Mühlberg hinter vorgehaltener Hand schon spekuliert. Überdüngte Böden, belastetes Grundwasser, Talsperren mit minderer Wasserqualität wie in Zeulenroda - das sind in Ostdeutschland ohnehin Relikte der DDR-Zeit. Während gerade in Holland vor sieben Jahren ein Umdenken - weg von der Massentierhaltung - einsetzte, staatliche Prämien für den Abriss großer Anlagen gezahlt und Massentierhaltungen vom Staat aufgekauft worden sind, sei in Deutschland Intensivtierhaltung möglich, so ein Vertreter der Bürgerinitiative. Mit der Gülle gelangen Schwermetalle und Antibiotika in den Boden, die sich laut einer Studie in Nutzpflanzen ablagern und so Bestandteil der menschlichen Nahrung werden können. Aus Sicht der Agrargenossenschaft "Drei Gleichen" Mühlberg, die sich zur Abnahme von 12 000 Kubikmetern Gülle pro Jahr verpflichtet hat und diese auf 400 Hektar landwirtschaftliche Fläche aufbringen will, ist Gülle ein unverzichtbarer Wirtschaftsdünger. Man werde doch nicht den eigenen Boden verseuchen, zumal die Landwirtschaftsämter akribisch darüber wachen, wie intensiv gedüngt werde, so der Geschäftsführer des Unternehmens. Er wehrt sich gegen eine Vorverurteilung. Auch der Kreisbauernverband kann die Polemik gegen Gülle nicht verstehen. Fachlich gebe es keine Argumente dagegen, Ackerbaubetriebe mit diesem Naturdünger zu beliefern. Widersprechende Meinungen tun die Funktionäre des Verbandes lapidar ab und kritisieren mangelnde Fachkenntnis. "Lassen sie uns gemeinsam, diesen Wahnsinn Massentierhaltung verhindern", appellierte der Alkerslebener Bürgermeister Günther Hülle an die Menschen in Mühlberg und Wechmar. Wie das gelingen kann? Im Ilmkreis haben Landbesitzer ihren Pächtern untersagt, Gülle auf die Felder zu kippen. Diesen Hinweis griff Mühlbergs Pastorin Brunhilde Stötzner dankend auf: "Die Kirche verpachtet viel Land. Ich werde meinen Kollegen diesen Hinweis weitergeben. Wir sind in der Pflicht." Die Bürgerinitiative hat zudem einen Musterwiderspruch vorbereitet, der von jedem, der Argumente gegen die Schweinezuchtanlage beziehungsweise den Einsatz von Gülle vorbringen möchte, ausgefüllt und bis zum 30. Januar an das Landesverwaltungsamt in Weimar geschickt werden kann

nach obenzurück


Eine Bürgerinitiative „Land und Leben entlang der Wipfra“ macht seit Anfang 2006 von sich Reden

Bürgerinitiative gegen Schweinezuchtanlage/ Auch positive Meinungen waren zu hören

Es geht um die geplante Schweinezuchtanlage mit 5000 Sauen und einer Produktionskapazität von 120.000 Ferkeln pro Jahr in Verbindung mit einer Biogasanlage auf dem Gelände der ehemaligen Milchviehanlage Alkersleben in der Gemarkung Ettischleben, die der holländische Investor Luc Poels errichten will. Da nach Ansicht der Bürgerinitiative schon der Flugplatz Alkersleben, die Autobahn A 71 und die zukünftige ICE-Strecke sowie eine 380 KV-Stromleitung die Lebensqualität der umliegenden Dörfer erheblich beeinträchtigen, soll die Bevölkerung über die negativen Folgen dieses Projektes aufgeklärt werden. Ziel ist es, das Projekt möglichst zu verhindern und sich mit den Einwohnern der Region für ein anderes Nutzungskonzept einzusetzen. Nach Informationsveranstaltungen in Ettischleben, Alkersleben, Marlishausen und Elxleben haben am 26. April Heike Thorwarth und Andre Ickert von dieser Bürgerinitiative (BI) in der Sporthalle in Witzleben in einem Media-Vortrag vor rund einem Dutzend Gästen die Details mitgeteilt. Neben der Beeinträchtigung der Lebensqualität und Gesundheit werden Umweltschäden durch Überdüngung, der Verlust von Arbeitsplätzen und der Wertverlust der Grundstücke befürchtet, hierzu zählt vor allem die Geruchsbelästigung durch Gülle. Investor Poels habe allerdings dazu gesagt, es gebe „keine nennenswerte Geruchsbelästigung“, sagte Ickert. Ebenso sieht er den möglichen Verlust von sechs Arbeitsplätzen auf dem 1996 gegründeten „Lebenshof Ettischleben“, in welchem in dörflicher Abgeschiedenheit die hilfsbedürftigen Menschen therapeutisch betreut werden. Ziel müsse es sein, so Ickert, die vorhandenen mehr als 300 Arbeitsplätze in der Tierproduktion der umliegenden Dörfer zu erhalten. Bezüglich der Gülle würden die Böden und Gewässer durch Nitrat, Stickstoff, Schwermetalle und Pharmarückstände (zum Beispiel Antibiotika) belastet, was unter anderem die Kosten bei der Trinkwasseraufbereitung aus Grundwasser ansteigen lasse. Demgegenüber gibt es auch Zustimmung in den umliegenden Gemeinden. So seien die Agrargenossenschaften Bösleben, Kirchheim und Dannheim zur Abnahme von Gülle bereit. Verwaltungsleiter Uwe Greßler (Gemeinde Wipfratal) äußerte gegenüber dieser Zeitung auf Anfrage, dass die Gemeinde Wipfratal zunächst im Jahr 2001 auf Grund von Unklarheiten das Einvernehmen für die geplante Anlage verweigert haben. Im April dieses Jahres habe die Gemeinde eine Liste mit Forderungen und diversen Fragen, unter anderem zur Umweltverträglichkeit der Anlage, an das Landesverwaltungsamt Weimar gesandt. Geplant ist ein „Scoping-Termin“ am 31. Mai 2006. Darunter ist eine Anhörung aller beteiligten Vorhabensträger und Behörden unter Beteiligung des Investors zu verstehen. Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse dieser Anhörung muss der Investor ein Gutachten zur Umweltverträglichkeit in Auftrag geben. Nach Ansicht Greßlers könnte sich die endgültige Entscheidung bis zu einem Jahr hinziehen. Greßler betonte, dass bezüglich der Abnahme der Güllemenge (das geplante Becken hat ein Fassungsvermögen von 22.500 Kubikmeter) außer den vorgenannten noch weitere Landwirtschaftsbetriebe im Gespräch seine. Er erwähnte auch, dass sich 40 Einwohner von Ettischleben auf einer Unterschriftenliste für das Vorhaben ausgesprochen hätten. Außerdem würden die Interessen des Lebenshofes in Ettischleben seitens der Gemeinde Wipfratal bei der Anhörung der Träger Öffentlicher Belange vertreten. Greßler berichtete von seiner Teilnahme mit den Mitgliedern des Umweltausschusses des Kreistages und Vertretern der BI in einer Schweinemastanlage im April dieses Jahres in Rippershausen bei Schmalkalden. Diese vom Investor Poels errichtete Anlage habe einen einwandfreien Eindruck auf ihn gemacht. Zudem sei es möglich, mit einer Abluftreinigungsanlage 70 % des Geruches, 70 Prozent des Ammoniaks und 80% des Staubes zu reduzieren. Am 8. Mai 2006 tagt der Umweltausschuss des Kreistages mit dem Investor, den Bürgermeistern der Nachbargemeinden sowie Mitgliedern der Bürgerinitiative in der ehemaligen Milchviehanlage Alkersleben. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein.

nach obenzurück


Schweinepest bricht in NRW aus, Spiegel 03. März 2006

Eine zweite Tierseuche gibt Tierhaltern in Deutschland Anlass zur Sorge. Auf einem Hof im Landkreis Recklinghausen starben 70 Schweine an einer Viruserkrankung. Die Schweinepest sei parallel zur Vogelgrippe "beherrschbar" sagte der Landwirtschaftsminister von NRW.
Gekeulte Tiere, Sperrzonen, Bauernhöfe unter Beobachtung - die Szenen in der nordrhein-westfälischen Ortschaft Haltern würden an Vogelgrippe erinnern, ginge es hier nicht um Schweine. 70 von insgesamt 300 Tieren in dem Betrieb sind an der Tierseuche verendet. Die übrigen sollten noch am heutigen Freitag getötet werden, ordneten die Veterinärbehörden an. In zwei Betrieben in unmittelbarer Nähe des Hofes bestünden weitere Verdachtsfälle, sagte Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU).
Mastschweine: Zweite Tierseuche grassiert in Deutschland
Einen "gravierenden Vorgang" nannte Uhlenberg den Nachweis des Erregers. Er schloss aber gleichzeitig eine Gefährdung für die Verbraucher aus. Tatsächlich hat die Schweinepest nichts mit der Vogelgrippe gemeinsam, die derzeit in Deutschland wütet und heute bei einer toten Wildente aus Mannheim bestätigt wurde. Trotz der parallel laufenden Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe sei die Lage aber "beherrschbar", sagte der Minister.
Laut Heinrich Bottermann, Tierseuchenexperte im Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium, befällt der Erreger ausschließlich Schweine. Für Menschen sei er nicht gefährlich. Bottermann sagte, beide Tierseuchen würden von unterschiedlichen Virustypen verursacht. "Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche und nicht miteinander zu vermischende Virusinfektionen." Ein Risiko für Übertragung auf Menschen gibt es nicht. Das Virus wird über Harn, Speichel und Kot ausgeschieden.
Den bislang letzten Fall von Schweinepest in Nordrhein-Westfalen gab es im Mai 1999 im Kreis Heinsberg. Damals ging der Seuchenfall auf ein Wildschwein zurück, das in einer Gegend in Rheinland-Pfalz geschossen worden war, in der die Wildschweinepest grassierte. Von dessen Fleisch aßen auch die Landwirte des Heinsberger Betriebs. Ihre Hausschweine infizierten sich offenbar durch Speisereste dieses Mahls.
Die vorerst letzte große Epidemie wütete 1997 und 1998 in Deutschland. Damals wurden 1,2 Millionen infizierte Tiere getötet. Zwischen 1993 und 1996 entstanden umgerechnet Kosten von 660 Millionen Euro für die Tötung und Entsorgung der Schweine.
Unklar ist laut Minister Uhlenberg noch, wie die Schweinepest in den Betrieb im Kreis Recklinghausen eingeschleppt wurde. Zwar seien jüngst Schweinepest-Fälle bei Wildschweinen in der Eifel aufgetreten. Fragen nach möglichen Zusammenhängen bezeichnete Uhlenberg aber als "Spekulationen".

nach obenzurück


Nebulös - vom 23.01.2006 in der Thüringer Allgemeine, Arnstädter Teil

Hoch schlugen die Emotionen in Alkersleben. Während die Planer ihre Zuchtanlage bis in Einzelheiten klar beschrieben, blieben die Antworten auf konkrete Fragen, wie es außerhalb des Betriebes laufen soll, nebulös. Dass die Planungen noch am Anfang stehen und daher noch nicht bis ins letzte Detail hieb- und stichfest sein können, löste bei keinem Anwohner Verständnis aus. Schließlich sind sie es, die mit möglichem Geruch, Lärm und Lkw-Gedonner leben müssen und daher ganz genau wissen wollen: Wieviel? Wie oft? Wie stark? Wie laut? Ein Bürgermeister rief gar zum Protest auf. Wieder einmal. Sollte das alles gewesen sein? Dass die Gemeinden im Laufe der Jahre nicht selber ein Nutzungskonzept für die alte Stallanlage auf die Reihe gekriegt haben, ist hier die andere Seite der Medaille. Vielleicht sind die Oberhäupter diesmal aufgewacht. Hoffentlich nicht zu spät.

nach obenzurück


Protest gegen neue Mastanlage - AgriManager

Massive Proteste gibt es im thüringischen Ilmkreis gegen den Bau einer Mastanlage für 21.000 Schweine in der Agrargenossenschaft Alkersleben. Thüringens Tierschutzbeauftragter, Harald von Fehr, bezeichnete das Vorhaben als Wahnsinn. Man habe auf ein Umdenken in der Agrarpolitik gehofft. Sturm gegen das Vorhaben laufen auch Bürger und Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft "Riechheimer Berg", in deren Territorium die Anlage entstehen soll. Der Chef der Agrargenossenschaft Alkersleben, Detlev Schaube, sieht für die Region dagegen auch Vorteile durch den Bau der neuen Anlage, die an der Stelle eines ehemaligen Milchviehstalls entstehen soll. Statt der bisherigen Güllemenge in Höhe von jährlich 50 Millionen Litern aus der Milchviehanlage, falle durch die Schweinemast nur noch die Hälfte dieser Menge an. Mit einem Gutachten zur Geruchsbelästigung und zur Umweltverträglichkeit habe man unter anderen die Thüringer Landgesellschaft beauftragt. In die Mastanlage sollen 10 Mio. DM investiert werden. Entscheiden über den Bau wird das Landesverwaltungsamt Weimar. Zuvor gibt es am 12. Juni 2001 eine öffentliche Anhörung.(Bm)

nach obenzurück